Quick Answer: Ninja verkauft in Deutschland zwei elektrische Outdoor-Pizzaöfen: den Artisan MO201EU (ca. 239–310 €, UVP 349,99 €, 1.760 W, 11,9 kg) mit eingebauter Heißluftfritteuse und den Woodfire OO101EU (ca. 340–400 €, 2.400 W, ca. 22–25 kg) mit 8 Funktionen und Holzpellet-Aroma. Beide erreichen laut Hersteller maximal 370 °C und backen eine 30-cm-Pizza in rund 2–3 Minuten; das ist schnell, liegt aber unter den 400–500 °C von Gas-Pizzaöfen. Für die meisten ist der Artisan die bessere Wahl. Der Woodfire lohnt sich nur, wenn du auch smoken willst. Drinnen darfst du keinen der beiden betreiben.

Ninja Artisan und Woodfire im Vergleich

Ninja (der US-Konzern SharkNinja) ist in Deutschland vor allem für Heißluftfritteusen bekannt. Bei Pizzaöfen setzt die Marke ganz auf Strom: Es gibt weder einen Gas- noch einen echten Holzofen von Ninja. Beide Modelle sind Outdoor-Geräte für die Steckdose auf Terrasse, Balkon oder im Garten.

MerkmalNinja Artisan MO201EUNinja Woodfire OO101EU
Max. Temperatur370 °C370 °C (Bereich 40–370 °C)
Leistung1.760 W2.400 W
Funktionen4: Pizza, Backen, Air Fry, Gehen lassen8: Pizza, Max Roast, Grillen, Backen/Rösten, Schmoren, Smoken, Dörren, Warmhalten
Pizza-Programme5: Artisan, Thin Crust, New York, Pan, Custommehrere, u. a. Neapolitanisch, New York, Pan
Pizzagröße30 cm (30-cm-Stein)ca. 30 cm (Stein 31 × 32 cm)
Raucharomaneinja, über Holzpellets
Gewicht11,9 kgca. 22–25 kg (je nach Quelle)
Maße32 × 59 × 42 cm (H × B × T)38 × 45 × 54 cm (H × B × T)
Standortnur draußennur draußen
Preis (Okt. 2026)ca. 239–310 € (UVP 349,99 €)ca. 340–400 €

Die Preisspannen stammen aus den Preisvergleichen von testbericht.de und testit.de (Stand 28.10.2026). Beim Artisan lag der Tiefstpreis bei Amazon, MediaMarkt und Saturn bei 239 €, beim Woodfire verlangte Amazon.de 347 € und Ninja im eigenen Shop 339,99 €.

1. Ninja Artisan MO201EU: der bessere Kauf für die meisten

Ninja Artisan MO201EU

Unsere Empfehlung · ca. 239–310 € (UVP 349,99 €)
  • Laut Hersteller bis 370 °C; im Test von familie.de war eine knusprige Pizza in weniger als 3 Minuten fertig.
  • 4-in-1: Pizza, Backen, Air Fry und Gehen lassen. Ein Metallkorb für Pommes ist dabei, ebenso ein Pizzaschieber.
  • Sichtfenster mit Innenbeleuchtung (Chef's View), wetterfest für die Lagerung draußen.
  • 11,9 kg, 1.760 W, 1,5 m Kabel; 2 Jahre Garantie nach Registrierung.
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Der Artisan ist das einfachere und günstigere der beiden Geräte. Er heizt rein elektrisch, hat keine Pellet-Box und braucht keine Montage. Bei testberichte.de kommt er auf die Gesamtnote 1,7 („gut”) aus zwei Fachtests: TrustedReviews vergab im Juni 2025 4,5 von 5 Sternen und lobte gleichbleibend gute Ergebnisse, die einfache Bedienung und das schnelle Vorheizen. Kritikpunkt: Die Pizzastufe lässt sich nicht so hoch einstellen wie bei der Konkurrenz. Tom’s Guide gab im November 2025 nur 3,5 von 5 Sternen und bemängelte, dass es keinen Rauchgeschmack gibt und du eine Außensteckdose brauchst.

Ein Erlebnis aus dem Langzeittest von familie.de (Januar 2026) solltest du kennen: Bei der vierten Pizza rutschte der Teig beim Einschießen vom Schieber, fiel in den Ofen und fing Feuer. Weil der Ofen zu heiß war, um die Pizza herauszuholen, ließ die Testerin sie unter Aufsicht abbrennen. Der Ofen blieb heil, aber auf der Sichtscheibe blieben schwarze Rückstände, die sich nicht mehr vollständig entfernen ließen. Ein gut bemehlter Schieber ist deshalb Pflicht; welche Modelle gut gleiten, zeigt unser Pizzaschieber-Test.

2. Ninja Woodfire OO101EU: für alle, die auch smoken wollen

Ninja Woodfire OO101EU

Allrounder mit Smoker · ca. 340–400 €
  • 8 Funktionen von Pizza über Max Roast bis Smoken und Dörren, Temperaturbereich 40–370 °C.
  • Seitliche Smoker-Box für Holzpellets, die nur das Aroma liefern. Die Hitze kommt komplett aus 2.400 W Strom.
  • Lieferumfang laut Händlern: Pizzastein, Bratrost, Pellet-Schaufel und zwei Beutel Ninja-Pellets.
  • Auch als OO101DE gelistet; mit Ständer und Beistelltisch kostet das Bundle bei Amazon rund 508 €.
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Der Woodfire ist kein Pizza-Spezialist, sondern ein Outdoor-Multigerät, das auch Pizza kann. PC-Welt zeichnete ihn als Redaktionsempfehlung aus und lobte die Programme und die gleichmäßigen Ergebnisse. Als Nachteile nannte der Test die begrenzte Kapazität (bei einem Brathähnchen berührten die Keulen das obere Heizelement), die Pflicht zum Vorheizen und teures Zubehör. Das schwedische Magazin Senses gab 8 von 10 Punkten. Pizza war dort nach dem Vorheizen in rund zwei Minuten fertig. Bei Maximaltemperatur heizte der Ofen aber ungleichmäßig: Über rund 20 Pizzen hinweg verbrannte immer dieselbe Ecke oben links. Die Lösung: die Pizza nach der Hälfte der Backzeit einmal drehen.

„Woodfire” heißt nicht Holzfeuer

Der Name führt leicht in die Irre. Im Woodfire brennt kein Holzfeuer, das den Ofen heizt. Die Wärme kommt zu 100 % aus den Heizelementen, die Pellets in der Seitenbox glimmen nur für den Rauchgeschmack. Laut Ninja reicht dafür eine Schaufel Pellets pro Durchgang. Das ist ein ganz anderes Prinzip als bei echten Pellet-Pizzaöfen, die ihre 400 °C und mehr komplett aus dem Brennstoff holen; den Unterschied erklärt unser Ratgeber Pizzaofen mit Holzpellets.

Bei den Pellets selbst lohnt ein Preisvergleich. Ninjas eigener 900-g-Beutel kostet laut PC-Welt ab 14,99 €, also rund 16,70 € pro Kilo. Laut Senses stammen die Ninja-Pellets vom US-Hersteller Bear Mountain BBQ, dessen 9-kg-Säcke in Schweden oft ungefähr so viel kosteten wie ein einzelner 900-g-Beutel von Ninja. Du kannst also auch andere Grillpellets verwenden. Nimm dafür aber ausschließlich als Grill- oder Räucherpellets deklarierte Ware und keine Heizpellets.

Grillpellets aus Hartholz (für die Woodfire-Smoker-Box)

Zubehör · deutlich günstiger pro Kilo als Ninja-Beutel
  • Lebensmitteltaugliche Grill- und Räucherpellets, z. B. Buche, Hickory oder Kirsche.
  • Senses empfiehlt Hickory für ein kräftigeres Raucharoma.
  • Die Pellet-Box des Woodfire ist klein; bei langen Smoke-Sessions musst du nachfüllen.
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370 °C: Was das für deine Pizza bedeutet

Mit 370 °C liegen beide Ninja-Öfen über der Mindestgrenze von rund 350 °C, ab der ein Elektro-Pizzaofen sich spürbar vom Küchenbackofen absetzt. An die Hitze echter Gas-Pizzaöfen kommen sie aber nicht heran:

OfenMax. TemperaturDrinnen erlaubt?HeißluftfritteusePreis ca.
Ninja Artisan MO201EU370 °Cneinja239–310 €
Ninja Woodfire OO101EU370 °Cneinnein340–400 €
Severin Serico PG 8575ca. 400 °Cjaja200–270 €
G3 Ferrari Deliziaca. 390 °Cjanein76–109 €
Ooni Volt 12ca. 450 °Cjanein849 €
Ooni Koda 12 (Gas)ca. 500 °Cneinnein279–295 €

Die Tabelle zeigt den ehrlichen Haken: Der Severin Serico PG 8575 ist ebenfalls Pizzaofen und Heißluftfritteuse in einem, erreicht laut Hersteller rund 400 °C, darf in der Küche stehen und kostet weniger als der Artisan. Der Ninja punktet dafür mit wetterfestem Gehäuse, Sichtfenster und Platz für Pommes für die ganze Familie. Brauchst du die Heißluftfritteuse vor allem draußen, ist der Artisan stimmig; willst du sie in der Küche nutzen, ist der Severin die logischere Wahl.

Vorheizen und Stromkosten

Wie lange die Ninja-Öfen vorheizen, hängt stark davon ab, wen du fragst. PC-Welt maß beim Woodfire rund 5 Minuten für den Garraum und etwa 10 Minuten für den Pizzastein. Senses brauchte dagegen rund 35 Minuten, bis der Stein bei 370 °C war (5 Minuten Pellet-Zündung plus rund 30 Minuten Aufheizen). Plane zur Sicherheit eine halbe Stunde ein, besonders an kühlen Tagen.

Beim Strom sind beide Öfen harmlos. Selbst wenn die Heizelemente eine Stunde lang ununterbrochen voll laufen würden, wären es beim Woodfire 2,4 kWh und beim Artisan 1,76 kWh. Beim BDEW-Strompreisschnitt von rund 37 Cent pro kWh (April 2026) entspricht das höchstens ca. 89 bzw. 65 Cent pro Stunde. Da die Elemente nach dem Aufheizen takten, liegt der echte Verbrauch darunter. Wie das im Vergleich zu Gas und Pellets aussieht, rechnen wir in Pizzaofen Stromverbrauch vor.

Gibt es einen Ninja Pizzaofen für drinnen?

Nein. Beide Ninja-Pizzaöfen sind laut Hersteller- und Händlerangaben ausschließlich für den Außenbereich vorgesehen. Das Ninja-Gerät für die Küche, das einem Pizzaofen am nächsten kommt, ist der Ninja Combi 12-in-1 (SFP700EU). Er erreicht laut Datenblatt aber nur 240 °C, hat kein eigenes Pizzaprogramm und backt Pizza wie ein normaler Backofen. Wenn du drinnen echte Pizzaofen-Temperaturen willst, findest du die passenden Geräte in unserem Vergleich Pizzaofen elektrisch.

Auch einen Gas-Pizzaofen hat Ninja nicht im Programm. Wer ohne Steckdose im Garten backen will, schaut sich besser die Gas-Modelle in unserem Ooni-Pizzaofen-Vergleich an.

Eine Rückrufaktion für den Artisan oder den Woodfire haben wir bei unserer Recherche (Stand 28.10.2026) nicht gefunden. Der bekannte SharkNinja-Rückruf vom Mai 2025 betraf Schnellkochtöpfe der Serie Foodi OP300 in den USA, keine Pizzaöfen.

Für wen lohnt sich welcher Ninja Pizzaofen?

Für beide Ninja-Öfen gilt: Du brauchst eine Außensteckdose und einen hitzefesten, stabilen Untergrund. Welche Tische sich dafür eignen, zeigt unser Ratgeber Pizzaofen-Tisch. Lagerst du den Ofen dauerhaft draußen, lohnt sich zusätzlich eine passende Abdeckhaube.

Fazit

Die Ninja-Pizzaöfen sind gute Elektro-Outdoor-Geräte, aber keine Hochtemperatur-Pizzaöfen. Der Artisan MO201EU ist für die meisten der bessere Kauf: günstiger, leichter und dank Heißluftfritteuse auch an Abenden ohne Pizza nützlich. Der Woodfire OO101EU ist eher ein Outdoor-Multigerät mit Smoker, bei dem Pizza eine von acht Funktionen ist. Mit beiden kommst du auf 370 °C und rund 2–3 Minuten pro Pizza. Für 60-Sekunden-Pizza à la Neapel brauchst du einen Gasofen. Wie sich Ninja gegen die anderen Hersteller schlägt, zeigt unser Überblick Pizzaofen-Marken, und alle Testsieger findest du im großen Pizzaofen-Test.