Ein falscher Pizzaschieber macht selbst den besten Pizzaofen frustrierend - wenn die Pizza beim Einschießen zusammenklappt oder beim Wenden nicht vom Schieber rutscht, war die ganze Vorbereitung umsonst. Wir zeigen, welcher Schieber zu welchem Einsatzzweck passt.
Quick Answer: Für Gas- und Holzpizzaöfen mit 400-450 °C lohnen sich laut Herstellerempfehlungen zwei verschiedene Schieber: ein größerer perforierter Lade-Schieber zum Einschießen (z. B. Ooni Perforated Peel, 30 cm, ca. 40-50 €) und ein kleinerer Wendeschieber zum Drehen während des Backens (z. B. Ooni Pizza Turning Peel, ca. 60-65 €). Für den normalen Küchenbackofen reicht meist ein einziger, größerer Schieber aus Aluminium oder Holz für unter 35 €. Perforierte Modelle sind laut Vergleichsportalen im heißen Pizzaofen im Vorteil, weil überschüssiges Mehl durch die Löcher abfällt statt zu verbrennen.
Holz, Aluminium oder Edelstahl: das wichtigste Unterscheidungsmerkmal
Nicht jeder Pizzaschieber ist für jeden Einsatzzweck gleich gut geeignet. Die drei gängigen Materialien unterscheiden sich deutlich:
- Holz: Angenehm in der Hand, der Teig haftet laut Vergleichsportalen seltener am Holz als am blanken Metall, dadurch leichter zu handhaben. Nachteil: Holz verträgt die Dauerhitze eines Gas- oder Holzpizzaofens nicht gut und kann auf Dauer Keime oder Gerüche annehmen - eher etwas für den kühleren Backofen oder zum Servieren am Tisch.
- Aluminium: Das leichteste Metall, dadurch angenehm beim Einschießen und Wenden mit einer Hand. Etwas weniger robust als Edelstahl, für den Hausgebrauch aber völlig ausreichend - die meisten Markenschieber von Ooni und Witt bestehen aus Aluminium.
- Edelstahl: Laut Vergleichsportalen das robusteste und hitzebeständigste Material, hält auch dauerhaften 450 °C im Pizzaofen problemlos stand. Nachteil: deutlich schwerer im Handling, und der Teig haftet auf dem blanken Stahl eher als auf Holz - vor Gebrauch unbedingt mit Mehl oder Grieß bestäuben.
Einschieben oder Wenden: zwei unterschiedliche Aufgaben
Ein häufiger Verwechslungspunkt, auch bei Markenprodukten: Ooni verkauft zwei komplett unterschiedliche Schieber, die oft durcheinandergehalten werden. Der Ooni Perforated Peel (ca. 30 cm Blattgröße, ca. 40-50 € je nach Händler) ist der größere Lade-Schieber zum Einschießen der rohen, belegten Pizza in den Ofen. Der Ooni Pizza Turning Peel (ca. 60-65 € laut aktuellen Händlerpreisen) ist dagegen ein deutlich kleineres, stark perforiertes Modell, das speziell zum Drehen der Pizza während der kurzen 60-90-sekündigen Backzeit gedacht ist - zu groß und unhandlich für diesen Job ist der Lade-Schieber. Wer nur einen einzigen Schieber kaufen will, kommt mit dem größeren Lade-Modell zur Not auch zum Wenden zurecht, verliert dabei aber etwas Präzision.
| Modell | Material | Einsatzzweck | Preis |
|---|---|---|---|
| G.a HOMEFAVOR Pizzaschaufel (perforiert) | Aluminium | Einschießen, Einsteiger | ca. 32 € |
| Ooni Perforated Peel (12", 30 cm) | Aluminium | Einschießen | ca. 40-50 € |
| Witt Pizzaschieber perforiert (12") | Aluminium | Einschießen & Wenden | ca. 43-45 € |
| Ooni Pizza Turning Peel | Aluminium | Wenden während des Backens | ca. 60-65 € |
| Witt Pizzaschieber perforiert (14") | Aluminium | Einschießen, größere Pizzen | ca. 59-60 € |
Preis-Tipp: G.a HOMEFAVOR Pizzaschaufel
G.a HOMEFAVOR Pizzaschaufel (perforiert)
- Perforierte Aluminium-Schaufel, auf Vergleichsportalen mit Bestnoten für den Preis bewertet.
- Leicht genug für einhändiges Arbeiten beim Einschießen.
- Für Einsteiger ausreichend, bei Dauereinsatz im sehr heißen Gasofen etwas weniger langlebig als Markenprodukte von Ooni oder Witt.
Empfehlung: Witt Pizzaschieber perforiert
Witt Pizzaschieber perforiert (12" / 14")
- Perforierte Fläche lässt überschüssiges Mehl und Grieß abfallen, statt im Ofen zu verbrennen.
- In zwei Größen erhältlich: 12" (30 cm) für kompakte Pizzaöfen, 14" (35 cm) für größere Pizzen bis 16 Zoll.
- Passt wie der Ooni-Lade-Schieber zu Gas-, Holz- und Elektropizzaöfen gleichermaßen.
Wer regelmäßig im eigenen Gas- oder Holzpizzaofen bäckt, fährt mit einem perforierten Aluminium-Schieber wie dem Witt-Modell am besten - robust genug für die Hitze, aber noch handlich genug für beidhändiges Drehen alle 15-20 Sekunden.
Pizzaschieber richtig benutzen
- Bemehlen oder mit Grieß bestäuben: Vor allem bei Edelstahl-Schiebern Pflicht, sonst bleibt der Teig kleben. Grieß rutscht laut Erfahrungsberichten leichter vom Schieber als normales Mehl.
- Zügiger Ruck statt Ziehen: Beim Einschießen den Schieber mit einer kurzen, schnellen Bewegung zurückziehen, statt langsam zu ziehen - das verhindert, dass der Belag verrutscht.
- Nicht zu lange stehen lassen: Je länger die belegte, rohe Pizza auf dem Schieber liegt, bevor sie in den Ofen kommt, desto eher durchfeuchtet der Boden und klebt fest.
- Reinigung: Nach Gebrauch nur trocken abkratzen oder kurz abwischen - vor allem Holzschieber sollten nicht lange im Wasser liegen. Wie du auch den Pizzastein richtig pflegst, zeigt unser Ratgeber Pizzastein Test.
Fazit
Für den gelegentlichen Einsatz im Küchenbackofen reicht ein einziger, günstiger Aluminium-Schieber wie die G.a HOMEFAVOR Pizzaschaufel locker aus. Wer regelmäßig in einem Gas- oder Holzpizzaofen wie in unserem Pizzaofen Test bäckt, profitiert von zwei getrennten Schiebern - einem größeren zum Einschießen und einem kleineren, stark perforierten zum Wenden während der kurzen Backzeit. Wie du Schieber und Pizzastein beim Backen selbst richtig einsetzt, zeigt unser Ratgeber Pizza im Pizzaofen backen. Einen Überblick über alle weiteren sinnvollen Extras bietet unser Ratgeber Pizzaofen-Zubehör.