Ein Pizzaofen allein reicht — aber das richtige Zubehör macht den Unterschied zwischen einer verbrannten und einer gleichmäßig durchgebackenen Pizza. Wir zeigen, welche 5 Teile sich wirklich lohnen.
Quick Answer: Am wichtigsten sind ein perforierter Pizzaschieber (erleichtert das Wenden bei 400–450 °C deutlich) und ein Infrarot-Thermometer (misst die tatsächliche Steintemperatur, nicht nur die Luft im Garraum). Ein eigener Pizzastein lohnt sich nur, wenn dein Ofen noch keinen fest verbauten hat. Hitzeschutzhandschuhe und eine Abdeckhaube runden die Ausstattung ab, sind aber optional. Für die Basisausstattung solltest du mit 50–70 € rechnen.
Die 5 wichtigsten Zubehörteile im Überblick
| Zubehör | Wozu | Muss oder Kür | Preis |
|---|---|---|---|
| Pizzaschieber (perforiert) | Pizza einschießen & wenden | Muss | ca. 25–40 € |
| Infrarot-Thermometer | Steintemperatur prüfen | Muss | ca. 25–35 € |
| Hitzeschutzhandschuhe | Schutz an Brenner & Gehäuse | Empfehlung | ca. 15–25 € |
| Abdeckhaube | Schutz vor Wind & Regen | Empfehlung | ca. 20–35 € |
| Ersatz-Pizzastein | nur bei fehlendem/beschädigtem Stein | Kür | ca. 27–40 € |
Pizzaschieber: der wichtigste Handgriff
Ooni Pizza Turning Peel
- Kleiner, perforierter Kopf — ideal zum Drehen der Pizza während des Backens, nicht nur zum Einschießen.
- Kurzer Griff, gut geeignet für kompakte Gas- und Holzöfen wie den Ooni Koda oder Karu.
- Perforierung lässt überschüssiges Mehl abfallen, statt im Ofen zu verbrennen.
Ein normaler, großer Pizzaschieber reicht zum Einschießen, ist aber zu unhandlich, um die Pizza alle 15–20 Sekunden zu drehen — und genau das ist bei 400–450 °C nötig, damit sie nicht auf einer Seite verbrennt. Ein kleiner, perforierter Wendeschieber wie der Ooni Pizza Turning Peel löst das.
Infrarot-Thermometer: zeigt, was das Ofen-Display nicht zeigt
Ooni Infrared Thermometer
- Misst die Oberflächentemperatur des Pizzasteins direkt per Laser, nicht nur die Luft im Garraum.
- Handelsübliche Infrarot-Thermometer dieser Preisklasse decken laut Hersteller einen Messbereich von etwa −50 °C bis 550 °C ab — ausreichend für jeden Pizzaofen-Typ.
- Hilft, den Stein exakt auf 400–450 °C vorzuheizen, bevor die erste Pizza reingeht.
Das eingebaute Thermometer vieler Pizzaöfen misst die Lufttemperatur im Garraum — die kann deutlich höher liegen als die Temperatur des Steins selbst, auf dem die Pizza tatsächlich liegt. Laut Herstellerangaben zu Gas-Pizzaöfen wie dem Ooni Koda erreicht der Stein nach dem Vorheizen Oberflächentemperaturen von bis zu 500 °C — ein Infrarot-Thermometer ist die einzige zuverlässige Methode, das direkt am Stein zu prüfen, statt zu schätzen.
Hitzeschutzhandschuhe und Abdeckhaube
Normale Grillhandschuhe sind für den kurzen Griff an einem Rost ausgelegt, nicht für den Dauerkontakt mit Metallteilen direkt am Brenner. Für einen Pizzaofen lohnen sich Handschuhe mit ausgewiesener Hitzebeständigkeit von mindestens 500 °C, wie sie auch beim Grillen mit Gusseisen verwendet werden.
Steht dein Pizzaofen draußen, schützt eine passende Abdeckhaube vor Regen und Feuchtigkeit — worauf du dabei beim Überwintern achten solltest, erklären wir im Ratgeber für den Garten. Einen eigenen Pizzastein brauchst du dagegen nur, wenn dein Ofen noch keinen fest verbauten hat oder der vorhandene Stein einen größeren Riss zeigt — Materialien und Größen vergleichen wir ausführlich im Pizzastein Test.
Fazit
Für die Basisausstattung reichen ein perforierter Pizzaschieber zum Wenden und ein Infrarot-Thermometer zur Temperaturkontrolle — beides zusammen kostet meist unter 70 €, macht aber den größten Unterschied für ein gleichmäßiges Backergebnis. Hitzeschutzhandschuhe und eine Abdeckhaube sind sinnvolle Ergänzungen, aber kein Muss. Wenn du noch gar keinen Pizzaofen besitzt, findest du die passenden Modelle in unserem großen Pizzaofen Test oder, für Gas speziell, im Vergleich Gas oder Holz.